
1954 – 1956
Eine neue Nordstjernen
Die Bergen Line bestellte die Nordstjernen als dringenden Ersatz für das frühere Flaggschiff gleichen Namens, 1937 gebaut und im September 1954 nach einer Grundberührung im Raftsundet verloren. Der Auftrag für ein neues Passagier-, Post- und Frachtschiff ging an die Werft Blohm & Voss in Hamburg, die sich erst kurz zuvor von den schweren Kriegsschäden der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs erholt hatte. Die Beschränkungen für den deutschen Schiffbau wurden 1953 aufgehoben, und die Werft war an internationalen Aufträgen sehr interessiert. Sie konnte eine Lieferung im Frühjahr 1956 zusichern, was der Bergen Line sehr entgegenkam.
Die Ausrüstung verlief ohne weitere Probleme, und am 24. Februar 1956 — einige Tage früher als geplant — wurde die neue Nordstjernen an die Bergen Line übergeben. Sie maß 2.194 Bruttoregistertonnen, bei einer Länge von 80,77 Metern, einer Breite von 12,6 Metern und einem Tiefgang von 4,5 Metern. Sie konnte 450 Passagiere befördern, davon 195 in Kabinen der ersten und zweiten Klasse, sowie bis zu 645 Tonnen Ladung in zwei vorderen Laderäumen. Ein 3.000 PS starker Sechszylinder-Zweitaktdiesel von Burmeister & Wain mit Verstellpropeller verlieh ihr eine Höchstgeschwindigkeit von 15,5 Knoten.






